Was gibt´s Neues im Februar?

Spannung und Abwechslung im Hühnerstall

Im Februar zeigen unsere inneren Wegweiser schon wieder deutlich Richtung Frühling. Tulpen im Haus, der Duft von Hyazinthen und Osterglocken lassen die Welt weniger grau wirken. Sobald es geht, sind wir wieder auf dem Acker. Der Spargel wird vorbereitet, die Hühner finden schon erste Krabbeltiere und wir freuen uns über jeden Sonnenstrahl. Hinter unseren Hühnern liegt eine aufregende Zeit. Die fleißigen Besucher der grünen Wiese mussten den Stall und Wintergarten hüten.

Lange Spaziergänge, die spannende Suche nach Bodenkleinstlebewesen und ein erfrischender Wind im Gefieder waren Fehlanzeige. Stattdessen haben wir nun versucht, den Damen das Leben im Stall so angenehm und vor allem abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. Allerlei Beschäftigungsmaterial wie Luzernespender, pendelnde Plastikflaschen, deren Inhalt wir mit Lebensmittelfarbe gefärbt haben, Bänder und Picksteine sollen dafür sorgen, dass es unseren Hennen nicht langweilig wird. Der Wintergarten steht ihnen aber dennoch zur Verfügung. Vogelschutzsicher eingezäunt, können die Hennen hier frische Luft schnappen, scharren und den Ausblick genießen. Ein schwacher Trost, aber immerhin eine Abwechslung zum reinen Stallleben. Eine weitere Herausforderung für uns als Tierhalter ist es, dass wir schon seit Längerem nur Hennen mit unkupiertem Schnabel haben. Sieht man sich den spitzen Schnabel näher an, ahnt man, dass ein Huhn damit ordentlich zupicken kann. Im Idealfall nur für die Futtersuche, aber wenn Hühner in Stress geraten, äußern sie damit auch ihren Unmut gegen die Kolleginnen. Für Stress können fast alle Faktoren im Stall verantwortlich sein. Sowohl die Temperatur, als auch die Beleuchtung, die Beschaffenheit des Futters oder natürlich Langeweile. Jeder Landwirt möchte natürlich den Stress für seine Tiere möglichst gering halten und dreht an allen Stellschrauben so lange, bis die Hühnerherde ausgeglichen und friedlich ist. Darüber hinaus werden an den Universitäten und Instituten von den Agrarwissenschaftlern und den Veterinärmedizinern Versuche durchgeführt. Verschiedene Gruppen werden unter leicht abweichenden Bedingungen gehalten. Am Ende eines bestimmten Zeitraumes wird die Gefiederqualität beurteilt. Ein Patentrezept und eine Erklärung für sämtliche Vorkommnisse wurde hierbei noch nicht gefunden.

Sattes Grün ist zum Ende des Winters leider FehlanzeigeJa, wir sind der Hof mit den roten Hühnern auf der SteinmauerWir selbst hören auf unser Bauchgefühl, beobachten die Tiere viel und sind mit dem Ergebnis in unserem Stall sehr zufrieden. Das Gefieder sieht gut aus, die Hühner sind meistens relativ entspannt und viele Eier legen sie zudem. Wir freuen uns, dass wir damit bisher gut gefahren sind und sind stolz auf unsere zufriedene Hühnerschar mit ihrem natürlich gewachsenen Schnabel. So haben unsere gefiederten Mitarbeiterinnen auch die längere Phase im Stall bisher gut überstanden. Wir wissen noch nicht genau, ab wann die Hennen wieder ins Freiland dürfen. Wenn es soweit ist, teilen wir dies auf unserer Facebook-Seite mit. Bei Fragen können Sie uns aber auch gerne anrufen. Unsere Hühner und wir freuen sich auf Ihren Besuch.