Was gab´s Neues im März 2016?

Die volle Pracht von echten Ostereiern

Zu Ostern wird uns immer wieder die Frage gestellt, ob wir denn auch weiße Eier haben. Zu allen anderen Zeiten finden unsere Kunden gut, dass unsere Hühner braune Eier legen. Wir haben unsere Hühner schon mit Engelszungen besprochen, zu Ostern doch mal eine Ausnahme zu machen und auch weiße Eier anzubieten – aber es nützt nichts. Und einen kurfristigen Mitarbeiterinnenwechsel möchten wir denn doch nicht vornehmen.

Was macht man nun also mit einem braunen Ei zu Ostern? Man färbt es. Natürlich sehen die Farben dann nicht ganz so leuchtend aus. Aber wir selber kennen es nicht anders und empfanden die braunen Eier immer als natürlich. Die Bezeichnung „braun“ ist allerdings sehr pauschal ausgedrückt.

In Wirklichkeit sind unsere Eier sehr vielfältig – von wegen „sie gleichen sich wie ein Ei dem anderen“. Jedes Ei hat seine eigene kleine Besonderheit. Mal einen anders schattierten Ring, mal kleine dunkle Flecken, mal eine dunkle Spitze, eine raue oder geriffelte Oberfläche und natürlich viele verschiedene Braunschattierungen, die dafür sorgen, dass man in jeder Schachtel jedes Ei wiedererkennen kann, wenn man genau hinschaut. Und all dieses kommt zustande, obwohl alle Hühner derselben Rasse angehören, das gleiche Futter bekommen und mit denselben Wetterbedingungen konfrontiert werden.

Die Nester der Legehennen

Manchmal bekommen wir die Rückmeldung, dass sich der Geschmack unserer Eier verändert hat. Wir haben sowohl in der Lüneburger Heide einen Hühnerstall, als auch in Watzum bei Wolfenbüttel. Natürlich versuchen wir die Eier direkt dort zu verkaufen, wo sie gelegt werden. Das gelingt nicht immer für jedes Ei. Um alle Kunden zuverlässig mit Eiern versorgen zu können, tauschen wir uns zwischen den Standorten aus. Warum können nun die Eier trotz gleichen Futters und derselben Rasse unterschiedlich schmecken? In der Heide haben wir den typischen leichten Heideboden, der sehr sandig ist. In Watzum ist der Boden sehr schwer und lehmig, tonig. Das sorgt dafür, dass auch das Gras unterschiedliche Nährstoffe enthält. Da die Hühner draußen viel Gras fressen, mag es sein, dass man den Eiern dies anmerkt.

Bei den Bio-Eiern haben wir seit ein paar Monaten einen Partnerbetrieb in der Nähe von Bad Fallingbostel. Hier gibt es Unterschiede in der neuen Stalleinrichtung. Die Hühner müssen sich viel mehr bewegen, um an das Futter, das Wasser und an die Nester zu kommen. Das ist gut für ihre Fitness und wirkt sich auch auf die individuelle Eiqualität aus. Mehrmals pro Woche sind wir vor Ort, begutachten die Hennen, das Futter und den Auslauf und beraten bei Problemen. So können wir für deren Qualität garantieren.

Sie sehen, die Eiqualität mit ihren Merkmalen wie Größe, Dotterfarbe und -größe, Konsistenz von Eigelb und Eiklar, Geschmack und Geruch ist von vielen verschiedenen Faktoren abhängig, deren Wechselspiel auch für uns sehr komplex ist. Aber das Wissen, dass nur ein zufriedenes, gesundes Huhn gute und geschmackvolle Eier legt, ist eine gute Orientierungshilfe.

 In diesem Sinne – lassen Sie sich Ihr Osterei schmecken!