Was gab´s Neues im März 2015?

Die Spargelvorbereitungen laufen auf Hochtouren.

Langsam traut sich der Frühling hervor. Wir und auch unsere Tiere können es kaum erwarten, bis alles wieder so richtig schön grün ist.
Nach dem Winter haben die Hühnerweiden meist arg gelitten. Viel Regen, Schnee und wenig Sonne haben dafür gesorgt, dass die Ausläufe matschig und kahl geworden sind. Unser sandiger Boden lässt das Regenwasser gut durchsickern. Das ist einserseits ein Vorteil: Unser Acker ist nach starken Regenfällen schnell wieder befahrbar gegenüber schwereren Böden. Auf der anderen Seite hat unser sandiger Boden kein hohes Wasserhaltevermögen, sodass eine längere Trockenheit sich auf die Wasserversorgung schnell negativ auswirkt. Sand besteht aus den größten Steinpartikeln unter den Bodenarten, sodass auch die Porenzwischenräume besonders groß sind. Weitere Bodenarten sind z. B. Schluff und Ton. Ton hat die kleinsten Bestandteile, was bei Regen schnell zu Staunässe führt. Dieser Boden speichert jedoch das Wasser und auch Nährstoffe sehr gut. Geht man im tonigen Boden spazieren, klebt er an den Schuhen fest. Unseren Sand dagegen kann man schnell wieder problemlos abschütteln oder abbürsten. Wenn wir mit dem Trecker unseren trockenen Boden bearbeiten, gibt es immer dicke Staubwolken. Das kann man gut erkennen bei dem Bild vom Roden der Kartoffeln im letzten Jahr. Nach der Arbeit auf dem Acker kommen wir immer ordentlich schmutzig auf den Hof zurück. Unseren Legehennen geht es im Freiland mit dem sandigen Boden sehr gut. Nach ein paar trockenen und sonnigen Tagen ist der Auslauf wieder abgetrocknet und lädt zum Sandbaden ein.

Cassenshof, Sandboden

Cassenshof, Wintergarten, AuslaufCassenshof, eigene Herstellung im HofladenViele Geflügelhalter müssen seit Wochen durch die Vogelgrippe ihre Tiere im Stall lassen. Für uns bestand zu keinem Zeitpunkt eine Stallpflicht, da
wir nicht in dem in unserem Landkreis verhängten Risikogebiet liegen. Natürlich freut es uns, dass unsere Legehennen immer ins Freiland durften, aber es gab Momente, da wurde uns doch etwas mulmig. Vielleicht sollten die Hühner doch mal drin bleiben? Nicht jeder Wildvogel hält sich an das ausgewiesene Risikogebiet. Aber wir hatten nicht die Möglichkeit, dies selbst zu entscheiden. Hätten wir unsere Hühner im Stall gelassen, hätten wir das Freiland-Prädikat verloren.

Unsere Bio-Hühner haben eine schöne Wintergarten-Verlängerung bekommen. Geschützt von einem Windschutznetz, können sie nun durch den
Anbau ins Freiland gelangen.

Seit Februar tragen wir nun das Prädikat „Kulinarischer Bauernhof“. Damit machen wir deutlich, bei uns wird selbst gekocht und gebacken – mit den Produkten aus direkter landwirtschaftlicher Erzeugung. Dabei entsteht nicht immer eine uniforme Konditorqualität, aber echter Geschmack. Eben nicht nur haus- sondern auch hofgemacht! Wir laden Sie herzlich ein, den Genuss aus unserer Hofküche kennenzulernen! Auch unsere Hennen freuen sich über Ihren Besuch bei Regen oder Sonnenschein.