Was gab´s Neues im November 2014?

Alles rund um Wild, Gänse und regionale Genüsse

Die Tage werden nun rapide kürzer. Für uns wird es langsam ruhiger und wir genießen die goldene Herbstzeit. Wenn es draußen ungemütlich wird, ist es dann drinnen umso heimeliger. Eingestimmt haben wir uns auf diese Zeit bereits mit unserem traditionellen Scheunenzauber am 2. November, bei dem neben unseren Gänsen der Genuss im Mittelpunkt stand. Wir nutzen diese Tage gerne, um auch mal über den Tellerrand zu blicken und uns mit anderen Direktvermarktern auszutauschen. Im Zentrum steht immer die Frage, wie wir es schaffen können, noch besser zu werden. Gleichzeitig schauen wir uns an, ob wir die Ziele des vergangenen Jahres erreicht haben. Häufig sind die kleinen Stellschrauben diejenigen, die mit der meisten Arbeit verbunden sind.

Rotwild von Günther Voß erlegt

Gänse und Enten auf dem Cassenshoffrisches Gemüse in Cassens HofladenUnseren Weihnachtsgänsen geht es prächtig. Es ist immer wieder eine Freude, mit welcher Anmut und ausdrucksstarken Präsenz sie über die Wiese schreiten und alles Neue sofort untersuchen. Die Enten dagegen haben ein viel ruhigeres Gemüt und sind weniger neugierig, wie wir beim täglichen Weideaustrieb beobachten können. Mittlerweile ist das Grün auf den Wiesen nicht mehr ganz so üppig. Damit die Tiere nun noch etwas zulegen, bekommen sie zusätzlich Kraftfutter aus unserem eigenen Bio- Anbau: Hafer und Triticale, eine eiweißreiche und gleichzeitig anspruchslose Kreuzung aus Roggen und Weizen. Neben Gänsen und Enten ist für das Weihnachtsmenü auch Wildfleisch ein festlicher Leckerbissen. Unser Wild erlegen wir im eigenen Wald und auf unseren Heide- und Ackerflächen. Was dabei erlegt wird, ist unter anderem abhängig von der „Wildschweinsonne“, die für das nötige Licht sorgt, um das Wild „anzusprechen“. Das Jagdglück spielt auch eine Rolle, denn längst nicht immer kommt das passende „Stück“ vorbei. Anhand der Ausdrücke merken Sie schon, warum gern vom „Jägerlatein“ gesprochen wird. Für uns ist die Jagd gelebte Tradition, die wir leben und pflegen. Darüber hinaus ist Wildfleisch, auch wenn es nicht so deklariert werden darf, das „biologischste“ Fleisch, das es gibt. Möchten Sie zu Weihnachten Wild genießen, bestellen Sie am besten schon jetzt vor.

Kulinarisch wird es nun immer regionaler. Im Winter verkaufen wir im Gemüsebereich lediglich die sehr beliebten Sorten wie Broccoli und Blumenkohl aus dem europäischen Ausland. Der Schwerpunkt liegt auf Klassikern wie Rosenkohl, Wirsing, Steckrüben und anderen heimischen Gemüsen, die auch gut zu lagern sind. Wir verzichten bewusst darauf, Bohnen aus Marokko den ganzen Winter über zu verkaufen. So machen wir deutlich, dass Bohnen ein typisches regionales Sommergemüse sind. Wenn man eine Zeit lang darauf verzichtet hat, ist der Genuss, wenn es dann soweit ist, umso größer. Durch das saisonal wechselnde Angebot möchten wir, dass Sie die Jahreszeiten auch richtig schmecken können.

In diesem Sinne – schmecken Sie gerne mal wieder rein!